No other compromise?
Gestern hat mein Lieblingsdozent mich gefragt, ob es in Second Life eigentlich eine Reflexion auf die Geschehnisse im Gazastreifen gibt. Ich habe schon länger den Eindruck, dass Second Life durch den Abgang vieler RL-Firmen und Institutionen zumnehmend selbstbezogener wird und habe mich darum auf die Suche nach einer Antwort für Bernd gemacht.
Und viel gefunden habe ich nicht. Es gibt eine engagierte Bürgerin (Marra Falta), die in ihrem Profil folgenden Text hat:
SPEAK OUT show your support for the people of palestine and help stop the seige on Gaza.
over 480 people murdered.
for more information don’t hesitate to IM me and please visit:http://www.palestinecampaign.org/index2b.asp
Ganz Second Life ist auf den ertsen Blick frei von politischen Bauten zum Thema. Ganz Second Life?
Nein! Ein unbeugsames Fleckchen auf der Sim Macedonia leistet mit einer hässlichen Plakatwand Widerstand, was allerdings sehr viel überzeugender wäre, stünde das Land nicht für 100 L$ zum Verkauf (Objekte eingeschlossen).
Politik in Second Life erweist sich für mich bei diesem Ausflug als so traurig wie im RL. Gleich nebenan gibt es schon die nächste chauvinistische Attraktion: hier hat sich ein Grieche niedergelassen, der den Sim-Namen als Anlass nimmt, seine Meinung zum Konflikt mit Mazedonien auszustellen.
Mir sind da doch die kosmopolitischen Spinner, für die SL oft belächelt wird, lieber.
NACHTRAG: Ein aufmerksamer Busfahrer hat mir freundlicherweise eben noch ein Bild von der Sim Israel zugesteckt.
