Startschuss für ein steiniges Kunstwerk

Das italienische Künstlerpaar Franco und Eva Mattes alias 0100101110101101.ORG , sind die ersten Künstler, die als „Artist in Residence“ vom Goethe-Institut eingeladen wurden, ein Kunstwerk auf der Sim zu realisieren. Es ist in mehreren orangefarbenen Boxen in etwa 60 Metern Höhe platziert.

Franco und Eva Mattes haben ihr virtuelles Atelier dazu genutzt, eine Installation mit dem Titel „7.000 Eichen“ zu schaffen. Das Werk soll eine Hommage an ein gleichnamiges Werk von Joseph Beuys sein, das dieser für die documenta VII in Kassel realisiert hatte.

Die Installation beginnt mit einem Steinhaufen. Klickt man nun einen der Steinquader an, verschwindet er vom Haufen und findet sich zusammen mit einer Eiche im Inventar des Avatars wieder. Eiche und Stein kann dann auf dem eigenen Grundstück in Second Life plaziert werden, der Betrachter wird Teil des Kunstwerks. Die Eiche und der Stein übermitteln ihre neue Position, die Verbreitung des Kunstwerks über den gesamten Second Life Grid kann so auf einer interaktiven Karte im Web nachverfolgt werden.

Dieses Werk ist Teil der Serie „Synthetische Performances“ in der Eva und Franco Mattes berühmte Aktionen der Kunstgeschichte in virtuellen Welten nachstellen. Dabei versuchen sie die Gesetzmäßigkeiten und Möglichkeiten der virtuellen Welten in die Installationen einzubeziehen. Die Reihe wurde 2007 begonnen und wird mit der Interpretation von Arbeiten von Künstlern wie Vito Acconci und Marina Abramovic fortgesetzt.

Die Aktion wird am Mittwoch, 25. November 2009 um 19.00 Uhr CET bzw. 10.00 Uhr SLT eröffnet. *Taxi*

 

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