Die Invasion der “Residents”
In meinem gestrigen Titel hatte ich berichtet, dass in Anbetracht der neuen Outfits in der Library diese womöglich demnächst Standardoutfits für die Newbies werden. Ich wollte also mal an einem der Newbielandeplätze nachsehen. Da ich seinerzeit in einer der Korea-Sims gelandet bin, bin ich aus nostalgischen Gründen dorthin. Ich habe zwar einige der neuen Outfits gesehen – aber zu wenig, um anzunehmen, dass diese einen Standard darstellen.
Aber etwas anderes ist mir aufgefallen: Schon gestern habe ich einige Newbies mit dem Nachnamen “Resident” bemerkt, aber nicht weiter darauf geachtet und das für einen von LLs kreativen Nachnamen gehalten. Aber heute hatten alle Neugeborenen diesen Namen. Was war geschehen?
LL hat das “Display Name”-Feature eingeführt. In der Vergangenheit hatten alle SL-User nur einen eindeutigen Namen, bestehend aus je einem Vor- und einem Nachnamen. Den Vornamen konnte man frei wählen, den Nachnamen durfte man aus einer recht langen Liste mehr oder weniger schöner Namen wählen. Mit der Einführung von Display Names hat man nun einen Usernamen und einen Display Name. Wer vor dem 19.11.2010 “gerezzt” wurde, bei dem entspricht der Display Name dem Usernamen. Isabell Ewing hat nun also den Usernamen isabell.ewing bekommen, während ich nun als carina.raymaker zu identifizieren bin. Der Username ist unveränderbar, wie es vorher der SL-Name auch war. Den Display Name kann man hingegen ändern. Ich habe das natürlich gleich mal ausprobiert und meinen Display Name geändert.
Mein Beispiel zeigt, was für verwirrende Dinge nun möglich sind. Ich habe mir den Display Name “Isabell Ewing” zugelegt, was das System auch anstandslos akzeptiert hat. Nun gibt es also 2 Avatare, die Isabells Namen tragen. Auch bei meinen sämtlichen Objekten ist nun Isabells Name als Eigentümer eingetragen. Zwar kann man die beiden Accounts noch immer unterscheiden, indem man ins Profil sieht. Dort stehen beide Namen. Auch wenn man mit der Maus über den Avatar fährt, sieht man zusätzlich zum Display Name noch den Usernamen in Klammern. Sogar der Titel über dem Avatar lässt sich um den Usernamen erweitern, wenn man das will – dies führt aber dazu, dass die Namensschilder über unseren Köpfen immer größer und unübersichtlicher werden. Doch gerade für neue Residents dürfte es jetzt unter Umständen gar nicht mehr so einfach sein, die beiden Isabells sicher auseinander zu halten. Griefer zu identifizieren wird damit auch nicht gerade leichter. Ob das nun wirklich der Weisheit letzter Schluss ist?
Um das Experiment rückgängig zu machen, muss ich übrigens eine Woche warten, denn wechseln kann man den Display Name nur einmal pro Woche.
Aber wieso habe ich denn nun so viele User mit Nachnamen “Resident” gesehen? Bisher unterstützt lediglich der SL Viewer 2.3 und ggf. darauf basierende Third Party Viewer das Feature der Display Names. Viewer 2.2 und darunter, Viewer der 1er Serie und auf Snowglobe basierende Third Party Viewer erwarten nach wie vor einen Nachnamen, sowohl bei der Namens- und Profilanzeige als auch beim Login. Also erhalten alle neuen User den Nachnamen “Resident”, der in diesen älteren Viewern dann in Kombination mit dem neuen Usernamen angezeigt wird.
Die Schwemme der “Residents” wird sich legen, denn spätestens in ein paar Wochen werden auch die Third Party Viewer mit den neuen Display Names umgehen können. Was mich aber viel mehr stört ist, dass mit den SL Namen ein Stück Individualität verloren gegangen ist. Carina Raymaker ist nicht einfach nur mein SL Name. Dieser Name ist Teil meiner virtuellen Identität, genauso wie Isabells Name Teil ihrer Identität ist. Und nun sind Namen einfach flüchtig und austauschbar.
LL hat mir mit den Display Names ein Stück meiner Identität genommen. Ich will meine Identität, meine Einzigartigkeit zurück haben!!
Neue “Initial Outfits” in der Library
Nachdem ich mich kürzlich mal wieder auf einem der größeren Infohubs herumgetrieben habe, ist mir aufgefallen, dass dort mehrere “Neugeborene” mit identischen Outfits herumliefen, die mir bisher unbekannt waren. Sollte LL etwa wieder einmal frische Neulingsoutfits herausgebracht haben? Auf der Anmeldeseite, die ich zu sehen bekomme, stehen immer noch die 12 im April 2010 eingeführten Modelle zur Auswahl. Ich vermute daher, dass LL die bei einigen Anmeldungen neue Startavatare testet. Da die Startavatare in der Vergangenheit alle in der Library zu finden waren, werfe ich gleich ein Blick in die Library – und siehe da: 12 neue Outfits im Ordner “Library-Clothing-Initial Outfits. Dem Datum nach zu urteilen wurden die Outfits Angang Oktober in die Library aufgenommen.
Wie auch bei den vergangenen Newbiekollektionen sind die Outfits paarweise. Hier mal eine kleine Modenschau:
Action-Outfit
Ein etwas kriegerisches Pärchen. Während das männliche Exemplar mit kantisgem Gesicht und knappem militärischen Haarschnitt ausgestattet ist, tägt sie Lara-Croft-Frisur. Ich taufe die beiden Lara und GI Joe
Die Gürtel mit schön gesculpteten Taschen sind durchaus alltagstauglich. Nicht ganz so alltagstauglich sind die Kampfmesser, die die beiden am Oberschenkel tragen. Lara hat zudem auch noch ein Messer in jedem Stiefel stecken. Während man die Messer am Oberschenkel abnehmen kann, lassen sich die an Laras Stiefeln nur mit fortgeschrittenen Kenntnissen im Ver- und Entlinken entfernen. Hier hätte ich mir für Lara eine messerfreie Alternative gewünscht.
Average-Outfit
Diese beiden Avatare machen ihrem Namen Ehre. Sie sehen durchschnittlich aus. Das trifft insbesondere auf Mr. Avarage zu. Er trägt blue Jeans und ein dazu nicht gerade kontrastierendes blau-kariertes Hemd. Dazu trägt der Ärmste auch noch einen fürchterlich braven Seitenscheitel, passend für einen puritanisch erzogenen, etwas naiven Farmerssohn aus dem mittleren Westen der USA.
Vorteil dieses Outfits: Es ist relativ primarm und eignet sich daher hervorragend zu Ausflügen auf etwas laggeplagte Sims.
Das zugehörige Damenoutfit besteht aus blauer Bluse und schwarzer Nadelstreifenhose. Ein typisches Bürooutfit und damit hervorragend für professionelle SL-Nutzerinnen geeignet, die nciht viel Arbeit in das Aussehen ihres Avatars investieren wollen. Durch die Perlenhalskette und die Flexihaare sind es hier etwas mehr Prims – aber immer noch in einem sehr vertretbaren Rahmen.
Sehr schön und hochwertig bei beiden sind die Schuhe, die alles andere als Newbiegeruch ausstrahlen.
Bollywood-Outfit
Schon beim letzten Durchgang hatte sich LL entschieden, keine nicht-menschlichen Charaktere mehr ins Sortiment der Standardavatare aufzunehmen. Als ich gerezzt wurde gab es im Programm noch diese Furries mit einem riesigen buschigen Schwanz .. äah Tail, wir wollen doch schön jugendfrei bleiben, jetzt wo demnächst das Teengrid mit dem der Großen vereint wird.
Dafür haben wir aber in anderer Hinsicht mehr Diversität gewonnen. Während unter den letzten Initial Outfits dunkelhäutige Avatare und welche mit asiatischen Gesichtszügen waren, tragen diese beiden hier nicht nur den typischen Bollywood-Look, nein auch Skin und Shape sind sehr authentisch der geografischen Region zuzuordnen.
Wer übrigens auf Kleidung aus Indien und der Hamalaya-Region steht, sollte unbedingt mal “Yak und Yeti” vorbei schauen. Annapurna Onomatopoeia bietet dort ein wunderschönes und authentisches Sortiment an kostenlosen Saris und Anzügen.
Cosplay-Outfit
Cosplay – was ist eigentlich Cosplay? Cosplay ist die Abkürzung von “costume play”. Beim Cosplay, das aus Japan stammt und zusammen mit der zunehmenden Bekanntheit von Manga und Anime auch nach Europa und Amerika geschappt ist. Ziel eines Cosplayers ist es, Charaktere aus Manga, Comics, Anime oder auch Computerspielen möglichst originalgetreu darzustellen.
Also wer sind die beiden hier? Die junge Frau in der Schuluniform und mit den rosafarbenen Haaren erinnert mich sehr an japanische Anime, die gelegentlich im Fernsehen laufen. Bei dem Versuch, mich sachkundig zu machen, erfahre ich zunächst, dass die Farben der Haare eine Bedeutung haben. Hier lese über rosa-Haare “Ein harmloses, oft kindliches Äußeres, hinter dem gewaltige Kräfte oder eine dunkle Seite … verborgen liegen. … Diese Charaktere zeichnen sich vor allem durch einen starken Willen und ein naives Auftreten aus, sind oft vorlaut oder schnoddrig, und können durchaus gefährliche Gegner sein – allerdings sind sie selten ernsthaft bösartig, sondern stehen in der Regel auf der Seite der „Guten“ oder werden früher oder später zu dieser bekehrt”. Den Charakter so wie hier hier steht, konnte ich nicht finden. Es scheint eine Mischung aus “Sailor Moon” und “Momoko” zu sein.
Der junge Mann mit dem Schwert hingegen ist mir noch nie in anderen Medien begegnet. Es gibt zwar diverse Manga- und Anime-Charaktere, die Schwerter in Übergröße durch die Gegend schleppen, z.B. “Cloud” aus “Final Fantasy”, aber den hier habe ich nicht finden können. Hinweise zur Identifikation des Schwertträgers werden gerne entgegengenommen.
Ohne das Schwert wäre das Outfit übrigens absolut alltagstauglich. Wer will schon ein Schwert mit in einen Club schleppen? Nur leider ist das Schwert mit den Primteilen des Mantels verlinkt. Für Newbies hat das den Vorteil, dass sie sich nicht mit allzu vielen Attachments befassen müssen – aber ich würde mir hier ebenso wie für Lara eine Alternative ohne den Waffenstahl wünschen. Auch der Rest des Outfits eignet sich übrigens wenig zum Kombinieren: Die – übrigens sehr schön gearbeiteten – Stiefel sind mit den Sculptie-Hosenbeinen verlinkt.
Cyborg-Outfit
Nachdem oft das Fehlen von nicht-menschlichen Standardavataren bemängelt wird – hier sind wenigstens halb-menschliche. Auf den ersten Blick unverkennbar eine Reminiszenz an die “Borg” aus “Star Trek”. Aber so ganz reinrassige Borg sind die beiden nicht.
Die beiden sind eine Kreuzung aus Borg und “Edward mit den Scherenhänden” – oder doch eher “Wolverine” von den X-Men? Dazu bei ihm eine Portion “Herman Munster” und bei ihr dagegen “Leloo” aus “Das fünfte Element”.
Auch wenn ich diese Avatare persönlich nicht als sonderlich gut gelungen ansehe, so bieten z.B. Skins, die Texturkleidung und die Stiefel eine sehr gut geeignete Basis für eigene Cyborgcreationen.
Insgesamt fällt bei den neuen initial Outfits auf, dass die Auswahl etwas kriegerischer geworden ist. Das ist schon das zweite komplett bewaffnete Pärchen im Sortiment.
Fantasy-Outfit
Zum Abschluss der Modenschau unternehmen wir dann noch eine Reise nach Mittelerde, denn diese beiden hier sehen doch wirklich aus, als seien sie einem Tolkien-Roman entsprungen.
Der weibliche Elb trägt ein wunderschönes Kleid, dazu passenden Schmuck um den Hals und als Diadem. Hervorragend geeignet für eine Roleplay-Sim wie Carima, wo eine sympathische Elbin lebt, die uns einmal einen netten Gastbeitrag geschrieben hat.
Der männliche Elb hat übrigens einen Vorgänger – schon in der Standardavatarserie von 2008 war ein Elb enthalten. Man findet ihn noch immer in der Library im Ordner “Clothing” als “Gamer Male”
Auch hier fällt mir etwas störend auf, dass das Schwert des Elben mit seinem Gürtel verlinkt ist. Nimmt man das Schwert ab, rutscht die elbische Strumpfhose.
Ich finde die meisten der Outfits sehr schön gearbeitet. Das einige Waffen tragen, die sich nur bedingt ablegen lassen, sehe ich etwas kritisch. Auf etlichen Sims (auch auf Pixelpark) herrscht ein Waffenverbot. Betritt ein Newbie eine solche Sim, so sieht er sich womöglich mit der Aufforderung konfrontiert, die Waffen abzulegen, ohne aufgrund fehlender SL-Kenntnisse in der Lage zu sein, dieser Aufforderung nachzukommen. Ich bin jedenfalls mal gespannt, ob man diese Outfits in Zukunft häufiger zu sehen bekommt.
Ein Besuch bei den IP-Nachbarn
Zu Nachbarn sollte man bekanntlich gute Kontakte pflegen. Aber wer sind eigentlich meine Nachbarn in SL? In Räumlicher Hinsicht hilft da ein Blick auf die Karte. Aber es gibt auch noch andere Nachbarn in SL: IP-Nachbarn.
Jede Region (Sim) in SL läuft auf einem eigenen virtuellen Server. Aber das bedeutet nicht, dass für eine Sim auch eine physikalische Maschine zu Verfügung steht. Fullprim Sims teilen sich ihre Hardware regelmäßig mit drei, Homesteads und Openspace Sims, sogar mit bis zu acht anderen Regionen. Nun ist es nicht so, dass diese 4 Regionen völlig unbeeinflusst voneinander existieren. Findet auf einer der 4 gerade ein Konzert mit 100 Teilnehmern statt, so wundern sich auch die Bewohner der anderen Regionen über übelsten Lag, selbst wenn auf Ihrem eigenen Land gerade gähnende Leere herrscht.
Also warum nicht mal den Nachbarn einen Besuch abstatten? Die einzelnen Maschinen lassen sich eindeutig an ihrer IP-Nummer identifizieren – und die kann man einsehen, wenn man sich das Infofenster unter “Hilfe-Über Second Life” (bzw. bei Benutzern von Third-Party Viewern “Hilfe-Über ### Viewer”). Hier sind also die Nachbarn von Pixelpark (Stand: 05.09.2010 23 Uhr MESZ):
Thunder Isle
Station eins der kleinen Rundreise: Thunder Isle. Eine nette ruhige Region mit gemischter Bebauung, hauptsächlich Wohngebäude. Die Region ist umgeben von einigen Felsen die der Insel im Meer vorgelagert sind. Off-Sim-Bebauung kommt immer mehr in Mode und verleiht dem Land optische Größe.
In einer Ecke der Sim ist eine kleine Bucht mit einem Wasserfall. Etliche Gestalten tanzen dort vor einer Hütte. Dieser Teil der Region könnte durchaus in eine Rollenspielumgebung passen. Sind das gar die 7 Zwerge, die dort tanzen?
Leider sind die Landowner zumindest teilweise wenig gastfreundlich und haben auf ihrem Land einen Security Orb installiert, der einem nur wenig Zeit lässt, sich auf dem Land umzusehen. Nunja – was dem RL-Nachbarn der Gartenzaun, ist dem SL-Nachbarn der Security Orb… von einem Besuch würde ich eher abraten.
MASA Group
Kaum setzt mich der TP auf MASA Group ab, werde ich bereits von einem Bot freundlich begrüßt. Die Region weit wenig Landfläche auf, auf der sporadisch ein paar Bäume wachsen. einige Meter über der Landfläche schweben mehrere runde, transparente Plattformen.
Auf den einzelnen Plattformen, die durch Stege verbunden sind, präsentiert die MASA Group Teile ihrer Produkt und Dienstleistungspalette – jeweils bewacht von einem Bot, der einem bei Annäherung sogleich anbietet, einem eine Führung angedeihen zu lassen.
Highlight der Präsentation ist eine Bürosimulation. 6 oder 7 Bots gehen dort verschiedenen Bürotätigkeiten nach. Sie arbeiten am PC, bedienen Kopiergeräte oder den Kaffeeautomaten. Alle paar Minuten werden sie zu einer Konferenz gerufen und eilen an einen Konferenztisch – und lassen sich auch nicht aus dem Konzept bringen, wenn man ihnen einen Platz wegnimmt. Während Ihrer Arbeit frohlocken Sie über die gute Aussicht sowie das Glück, dass sie haben, hier arbeiten zu dürfen – als ob man ihnen eine Gehirnwäsche verpasst hätte. Arbeitgeber wünschen sich sicher solche Arbeitskräfte. Besucher begrüßen die Arbeitsbienen mit der Frage: Are you a Bot? Ansonsten halten sie die Kommunikationsfähigkeiten der arbeitssamen Schar aber in engen Grenzen.
Susan
Unseren letzten IP-Nachbarn finde ich in der Region Susan. Susan bildet das nördliche Ende eines Simverbundes aus 9 Regionen, das eine recht ländliche Region darstellt. Offensichtlich zieht es die Bewohner mehr zur Mitte hin, denn weite Teile von Susan scheinen nicht genutzt zu werden. Die in dem Bild zu sehenden Häuser stehen fast alle bereits auf der angrenzenden Region van Bleek.
Aber vielleicht ist es ja nur deshalb so einsam dort, weil der Sensenmann umgeht. Wenn man aufmerksam hinsieht, kann man ihn in der Abenddämmerung um ein Grab schleichen sehen…
Doch wie findet man die Nachbarn eigentlich? Für LL dürfte dies ganz einfach sein, aber für uns Residents hilft nur: alle Sims abklappern. Und da das für einen von Menschen gesteuerten Avatar viel zu zeitraubend und stumpfsinnig wäre (Teleport eats Brain!
), ist das eine Arbeit für einen Bot. Fred Ferdix hat ein paar Bots für diese Arbeit abgerichtet und veröffentlicht die Ergebnisse von deren Erkundungstouren durch das Grid über ein Suchformular unter http://secondlife.mitsi.com/sims/.
Es ist allerdings nicht so, dass einem diese Nachbarn ewig erhalten bleiben. LL hat immer eine gewisse Anzahl Server im Leerlauf laufen. Rebootet oder crasht eine Sim, so wird sie auf dem nächsten verfügbaren freien System neu gestartet. Lediglich während der Rolling Restarts sind die Regionen fest an eine Maschine gekoppelt, ansonsten bringt einem jeder Reboot oder Crash neue Nachbarn ein. Besucht sie doch auch einmal, eure IP-Nachbarn.
Hacking in SL
Nur um es gleich mal vorweg zu nehmen, nein, wir haben es bisher noch nicht beobachtet. Aber immer wieder höre ich Geschichten davon, dass ein Account “gehackt wurde”, dass jemand über “SL-Hacking” an RL Adressen oder Emails rangekommen ist usw.
Um erstmal den Begriff “Hacker” abzugrenzen: Ein Hacker ist nicht das, wofür sich viele Kiddies halten, die schonmal eins der einschlägigen Tools benutzt haben oder wissen, wie man “anonym” Emails verschickt. Dazu bedarf es schon etwas mehr. Diese “Zunft” wird im allgemeinen Script-Kiddies genannt, ein Begriff, der diese Gruppe von Möchtegernhackern treffend beschreibt.
Anmerkung: Liebe Script-Kiddies, auch wenn es Euch jetzt vielleicht überraschen mag, aber das Herunterladen, Installieren und benutzen dieser wirklich tollen Tools mit denen man so “herrlich” mächtig ist, öffnet in nicht wenigen aller Fälle auf Eurem PC auch ein kleines Hintertürchen, wie zB eines der berühmtesten Trojanertools, dessen Name ich hier nicht nenne (setzt sich aus einem Buchstaben und einer Zahl zusammen) welches ständig nach Hause telefonieren will…..Wer anderen eine Grube gräbt………
Wirkliche “Hacker” – auch wenn sich dieser Begriff sehr weitläufig definieren lässt – also Menschen, die sich wirklich mit der Materie so tief und effizient auskennen, weiter lesen …
Eingelocht!
Golf in SL? Geht das denn? Vor ein paar Wochen drückte mir Jessi einen Golfschläger in die Hand und stiftete Batholomew, Dougy und mich dazu an, vom Vorplatz des Deutschen Tutoriums aus die Neuankömmlinge am TP-Punkt der Sandbox auf Pixelpark mit Golfbällen unter Beschuss zu nehmen. Mauern und Tische wurden kurzerhand zum Abschlag umfunktioniert und die Sandbox zur Driving Range. Zum Glück haben wir ziemlich schlecht getroffen; unsere Besucher haben allesamt keinen Schaden davongetragen (übrigens, deutsche RL-Gerichte mussten sich tatsächlich schon mal damit befassen, was passiert, wenn Golfbälle andere Avatare äh, Personen treffen)
Aber kann man denn auch “richtig” Golf spielen in SL? Vor Urzeiten habe ich einmal einen Golfplatz auf der Mercedes Sim gesehen. Mercedes hat SL aber bekanntlich leider schon wieder verlassen.
Einen schönen 19-Loch-Golfplatz verteilt über eine ganze Sim bietet der Green Acres Golf Course. Auf einer Sim dehnt sich eine Landschaft aus, die mich etwas an sandige Landschaften an der britischen Küste erinnert. Gespielt wird mit dem Freestyle-Golfsystem von Fa Nyak. Man muss sich die Ausrüstung aber nicht selbst anschaffen; Hud und Schläger kann man kostenlos in der Nähe des ersten Abschlags ausleihen. Das System taugt gut für Minigolf aber auch für kleinere Golfplätze und ist für Anfänger sehr einfach zu beherrschen. Man hat die Wahl zwischen 3 verschiedenen Schlägern. Einem Driver, also einem recht schweren Holz für die etwas weiteren Schläge, einem “Wedge”, das ist ein keilförmiger Schläger für kurze Distanzen und einem “Putter” zum Einlochen. Nach ein paar Minuten hat man den Trick heraus und kann das erste Loch in Angriff nehmen…
Der Platz ist noch recht neu. Green Acres wurde erst im Mai 2010 eröffnet. Ich habe heute übrigens mit Morton Decosta, dem Owner des Platzes gesprochen. Er war gerade damit beschäftigt, einige zusätzliche Hindernisse wie Felsen aufzurichten, um den Kurs noch etwas realistischer zu gestalten. Dass die Bäume Phantom sind, findet er auch nicht so ganz passend. Ich schätze, wenn ich mein Handicap auf dem Platz halten will, werde ich etwas üben müssen.
Wer etwas professionellere Golf-Ambitionen in SL entwickeln möchte, dem sei der Holly Kai Golf Club empfohlen. Dieser Club ist bereits eine Institution in SL. Gegründet wurde er Mitte des Jahres 2006, noch bevor der große Hype über SL hereinbrach. Gespielt wird nach den realen Golfregeln – wenn auch mit ein paar SL-spezifischen “Local Rules”. Nähere Infos finden sich auf der Website des Clubs. Wie in einem realen Club ist auch hier die Mitgliedschaft kostenpflichtig – aber mit 1500L$ durchaus bezahlbar. Für die Mitglieder werden regelmäßig Wettbewerbe durchgeführt. Außerhalb von Wettkämpfen dürfen aber auch Gäste ohne Nachweis der Platzreife auf Golfbälle eindreschen.
Der Golfkurs besteht aus 2 9-Loch-Kursen, zusammen also 18 Löcher. Gespielt wird mit dem speziell für diesen Kurs entwickelten Golfsystem “floG!”, das eine Auswahl von 15! verschiedenen Schlägern bietet (eigentlich dürfen sich nach den Golfregeln in einer Golftasche während eines Spiels max. 14 Schläger befinden). Das Flugverhalten der Bälle je nach verwendetem Schläger ist dem im RL sehr ähnlich – allerdings im Maßstab 2:1. Aus diesem Grund sind die Längenangaben auf den Bahnen in “Halfmeter” – so lassen sich die aus dem RL üblichen Reichweiten der Schläger auf SL übertragen. Auch mit Halfmeters dehnt sich eine Bahn aber locker über eine Simlänge aus. Die 18 Löcher verteilen sich daher auf etwas mehr als 3 landschaftlich sehr schön gestaltete Regionen.
Die Bälle sind – insofern dem RL sehr ähnlich – recht windempfindlich, so dass man den Wind immer in die Schlagrichtung einkalkulieren muss. Zudem führt Lag schon mal dazu, dass man den Schlag total verzieht (immerhin findet man die Bälle in SL leichter wieder als im RL). Ich kann daher nur empfehlen, ein paar Durchgänge auf der Driving Range zu absolvieren (1 L$ pro 30 Minuten), bevor man sich nach Investition von 50 L$ Greenfee auf den Kurs wagt
Ich habe kürzlich mit Isabell eine Runde auf diesem Platz gespielt – und bin sehr schnell an meine golferischen Grenzen gestoßen. Isabell hat mich in Grund und Boden gegolft. Aber immerhin: Der Preis in unseren internen Wettbewerb um das passendere Golfoutfit geht eindeutig an mich.
Zensur in Feinripp
Während im “Real Life” (zumindest in der nördlichen Hemisphäre) endlich der Sommer ausgebrochen ist, sehen sich auch in SL einige Avatare und vor allem Avatarinnen nach Bademoden um. An sich nichts Besonderes. Allerdings muss man zum Tragen von Bademoden gemeinhin die Oberbekleidung ablegen und die Unterwäsche gegen einen feschen Bikini oder eine Badehose tauschen.
Vor einigen Tagen frage mich eine noch recht junge Avatarin, was man anstellen müsse, um sich in SL “nackig zu machen”. Müsse man da etwa am Ende was bezahlen, um alles ausziehen zu können. Nachdem ich ihr geduldig erklärt hatte, wie man sämtliche Kleidungsstücke ablegt und sie mir dies vorexerziert, verstehe ich erst das Problem.
Als mein virtuelles Ich vor Jahren geboren wurde, sahen die Skins der Avatare alles andere als realistisch aus. Man konnte zwar splitternackt in der Gegend herumstehen, was einem in den ersten Tagen auch ab und an passiert ist, bis man herausgefunden hat, dass man Kleidung durch “drüberziehen” wechseln kann. Aber die prüden US-amerikanischen Moralvorstellungen verletzen konnte man durch diese wenig ansehnliche Nacktheit wohl nicht.
Heutzutage sind die Skins – sogar die der Startavatare – erfreulich schön. Zu schön für die LL-Sittenwächter. Also hat man die Skins der Staravatare sämtlich mit aufgemalter Unterwäsche versehen, die sich nicht abnehmen lässt. Trugen bei der Newbie-Generation ab 2008 nur einige der Skins aufgemalte Unterwäsche, und das nur im Bereich der Bikinizone, so erwischt es die seit Frühjahr 2010 registrierten “Neuen” wesentlich “flächendeckender”. Alle aktuellen Newbieskins tragen Unterhemd und Hose bei den Männern und einen einteiligen, und alles andere als modischen Feinripp-Body bei den Frauen.
Während Mann mit dieser Art von Zensur nur ein Problem bekommt, wenn er sein Sixpack präsentieren will, so kann Newbie-Frau noch nicht mal einen tiefen Ausschnitt oder gar einen Bikini tragen. Jugendschutz in allen Ehren – aber hier ist Linden Lab doch ein wenig übers Ziel hinausgeschossen.
Natürlich kann man sich eine “unzensierte” Skin kaufen – aber so mancher scheut womöglich die Investition; gute Skins sind recht teuer. Daher hier ein paar Tipps, wie man das Problem preisgünstig lösen kann:
Jeder Resident hat in seinem Inventar einen Ordner “Library”. Dort finden sich im Unterordner “Clothing” die Startavatare der 2008er Generation. Von diesen sind die Skins in folgenden Ordnern nicht zensiert: “Gamer Female”, “Girl next Door by Renegade”, Musician Female, Boy Next Door by Renegade” “Gamer Male” und “Musician Male”. Sieht also einfach eine der Skins dieser Startavatare an und schon klappt es auch mit dem Strandfeeling.
Für die Damen kann ich auch die kostenlosen Skinpacks “Another” von Eloh Elliot zu empfehlen. Und für die Herren hat womöglich Resa einen Tipp in ihrer Freebie-Ecke.































